08.10.2018

Worauf Sie als Investor achten sollten

Immobilien als Geldanlage

© marcus_hofmann - Fotolia.com

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt seit vielen Jahren. Viele erfüllen sich den Traum vom Eigenheim. Andere wiederum suchen attraktive Geldanlagemöglichkeiten. In Großstädten wie München, Hamburg, Berlin oder Frankfurt am Main ist der Markt für bestehende und neue Anlageimmobilien heiß gelaufen und hart umkämpft. Quadratmeterpreise für Neubauwohnungen von 8.000 - 10.000 Euro sind dort keine Seltenheit. Gleichwohl lohnt sich die Suche angesichts niedriger Zinsen weiterhin. Gefragt ist jedoch zunehmend Expertise.   

Vorteile

  • Niedrige Zinsen: Auch in den nächsten Monaten dürfte sich das Zinsniveau nicht signifikant nach oben bewegen. Immobilienfinanzierungen sind nach wie vor attraktiv.
  • Sachwerte: Immobilien sind Sachanlagen, die anders als Spareinlagen oder festverzinsliche Wertpapiere immun sind gegen eine Geldentwertung (Inflation).
  • Altersvorsorge: Immobilien sind eine Säule der Altersvorsorge. Einmal abbezahlt, können Sie dort im Alter kostengünstig leben, denn eine Miete müssen Sie in Ihrem Eigenheim nicht zahlen.
  • Wertsteigerung: Experten prognostizieren, dass die Werte von Immobilien in guten Lagen auch in den nächsten Jahren steigen werden. Die Preise haben in deutschen Großstädten, gerade auch im internationalen Vergleich, noch Luft nach oben.
  • Steuervorteile: Abschreibungen und Aufwendungen für fremdvermietete Immobilien können Sie Ihren Mieteinnahmen steuerreduzierend gegenrechnen.

Anlagearten

  • Wohnimmobilien: Zum Einstieg in die Immobilienanlage bieten sich Eigentumswohnungen an. Mehrfamilienhäuser erfordern ein höheres Budget. Mit handwerklichen Eigenleistungen lassen sich Einstandspreise reduzieren.
  • Gewerbeimmobilien: Professionellere Investoren bevorzugen Gewerbeimmobilien mit Büros, Praxen, Läden oder Hallen. Für Einsteiger bieten sich hier offene Immobilienfonds an, da diese breit gestreut anlegen und professionell gemanagt werden.

Erfolgsfaktoren

  • Makrolage: Immobilien in Randlagen von Großstädten sind noch attraktiv. Bevorzugen Sie dabei kleine Städte ab 10.000 Einwohner. Meiden Sie als Immobilieninvestor Städte mit schrumpfender Bevölkerung und ländliche Regionen ohne Ballungsraumnähe.
  • Mikrolage: Achten Sie bei Ihrer Immobilie darauf, dass Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Schulen vor Ort sind. Eine ruhige Wohnlage mit Naturnähe ist auch vorteilhaft.
  • Bausubstanz: Bei Bestandsimmobilien sollten Sie Sachverständige hinzuziehen, die die Bausubstanz auf Herz und Nieren prüfen. Berücksichtigen Sie dabei die Bauweise, den Renovierungsbedarf und die Kosten für energetische Sanierungen.
  • Wohnungstyp: Größe, Aufteilung, Balkon, Terrasse, Garten, Keller, Waschräume und Internet sind nur einige Faktoren, die für den Anlageerfolg entscheidend sind.
  • Einstandspreis: Versteckte und unerwartete Kosten oder Zeitverzögerungen durch fehlende Handwerker können Renditen verschlechtern. Prüfen Sie beim Kauf von Eigentumswohnungen auch die Protokolle der Eigentümerversammlungen auf Renovierungsrisiken. Öffentliche Zuschüsse können Ihre Einstandspreise reduzieren.
  • Mieteinnahmen: Sichten Sie alle Mietverträge und sonstigen rechtlichen Möglichkeiten, um Mieten erhöhen zu können. Nach Durchführung von energetischen Sanierungen können Sie Teile der Kosten an die Mieter über Mieterhöhungen weitergeben.

Immobilien als Geldanlage haben zudem den Vorteil, dass Sie etwas sehen und anfassen können. Sie sind nicht so abstrakt wie Finanzanlagen. Allerdings erfordern Immobilien auch einen Zeiteinsatz, der sich durch Einschaltung von Immobilienverwaltern aber reduzieren lässt. Beachten Sie auch mögliche Risiken durch Leerstände, Zahlungsausfälle, Renovierung oder negative Lageveränderungen.

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