10.04.2018

Auslandsmärkte erschließen

Wettbewerbsfaktor Exportfinanzierung

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Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den größten Exportnationen der Welt. Die deutschen Exporte steigen seit sechs Jahren in Folge und haben 2017 mit 1.279 Milliarden Euro einen neuen Rekord erzielt. Vor allem die Automobilindustrie, die Energiewirtschaft und Chemieunternehmen profitieren vom weltweiten Handel. Es gibt aber auch Kritik, da Deutschland seit Jahren mehr Waren exportiert als importiert. Die wichtigsten Abnehmerländer sind USA, China und die westeuropäischen Staaten.

Wer sich heute weltweit durchsetzen will, benötigt auch eine sichere Finanzierung seines Geschäfts. Abhängig von Branche, Firmengröße und Exportland bietet der Markt dem exportorientierten Unternehmer eine breite Auswahl an Finanzierungsinstrumenten:

  • Mit Lieferantenkrediten können Sie Ihre Aufwendungen für Exportgeschäfte während der Produktions- bzw. Lieferzeit und der Phase einer möglichen Zielgewährung an den Importeur finanzieren. Zur Sicherstellung werden in der Regel die Ansprüche aus dem Liefergeschäft sowie vorhandene Sicherheiten abgetreten.
  • Bei einem Bestellerkredit tritt der ausländische Besteller oder dessen Bank als Kreditnehmer auf. Die Kreditmittel werden direkt an den inländischen Lieferanten/Exporteur zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen aus dem Liefervertrag ausgezahlt.
  • Das Akkreditiv (“Letter of Credit”) ist eine unwiderrufliche Verpflichtung der Bank des Importeurs gegenüber dem Exporteur, bei Vorlage der entsprechenden Dokumente Zahlung oder Akzept zu leisten. Exporteur und Importeur erhalten dadurch die Sicherheit, dass die Zahlung unter dem Akkreditiv nur gegen Vorlage und Aufnahme akkreditiv-konformer Dokumente bei der hierfür im Akkreditiv bestimmten Bank erfolgt.
  • Im Rahmen der Forfaitierung kauft Ihre Bank Ihre abstrakten Exportforderungen ohne Rückgriffsmöglichkeit auf Sie bei Zahlungsausfall – und zwar “à forfait“ (in „Bausch und Bogen“) mit allen Risiken.
  • Beim Factoring verkaufen Sie Ihre Auslandsforderungen an eine Gesellschaft. Die Gesellschaft überprüft die Bonität der Kunden, überwacht den Zahlungseingang der Forderungen und zahlt Ihnen binnen weniger Tage nach Rechnungstellung Ihr Geld.
  • Projektfinanzierungen finanzieren die Investitionskosten von Wirtschaftseinheiten, die die Betriebskosten und den Schuldendienst für aufgenommene Kredite selbst erwirtschaften. Zins- und Tilgungsleistungen werden vornehmlich auf den zu erwartenden Cashflow des zu finanzierenden Projekts abgestellt.
  • Exportkreditversicherungen ermöglichen Kredite mit langfristigen Laufzeiten und attraktiven Zinssätzen. Oft ist das Versichern eines Exportkredits eine zwingende Voraussetzung für das Zustandekommen einer Finanzierung. Vielfach sind die Gesamtkosten für einen versicherten Kredit trotz der zusätzlichen Kosten für die Versicherung geringer als die Gesamtkosten, die für einen nicht versicherten Kredit anfallen würden.

Welches Finanzierungsinstrument für Ihr Geschäft das Richtige ist, besprechen Sie am besten mit den Spezialisten der Märkischen Bank.

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