09.07.2017

Mittelstand investiert in Venture Capital

Finanzierung von Tech-Start-ups

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Die Finanzierungsmöglichkeiten sind für Technologie-Start-ups im Silicon Valley traumhaft. Nirgends sonst auf der Welt gibt es an einem Punkt konzentriert so viel Wagniskapital, das um die digitalen Geschäftsmodelle der Zukunft konkurriert. Doch auch in Deutschland tut sich was, nicht nur in den Start-up-Metropolen Berlin, München oder Hamburg. Aktiv werden neben öffentlichen Förderbanken und Venture-Capital-Fonds vor allem auch die etablierten Unternehmen, die sich selbst strategisch auf die digitale Zukunft vorbereiten müssen.

Mittelstand kooperiert mit Start-ups

Nach einer Studie des RKW-Kompetenzzentrums, für die Ende 2016 über 200 mittelständische Unternehmen aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau, der Informations- und Kommunikationswirtschaft sowie aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie befragt wurden, kooperiert mehr als ein Drittel des deutschen Mittelstands mit Start-ups, um eigene Produkte weiterzuentwickeln und einen Fuß in neue Technologiemärkte zu bekommen. Dabei nimmt die Informationsbranche mit ihren Aktivitäten eine Führungsposition ein.

Die Kooperationen zwischen Mittelstand und Start-ups sind durchaus erfolgreich. Die Studie ergab, dass die Kooperationsziele in mehr als 60 Prozent der Fälle erreicht wurden. 95 Prozent der Mittelständler mit Kooperationserfahrung planen daher eine erneute Zusammenarbeit mit einem Start-up. Bei kleineren Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern ist die Bereitschaft für eine erneute Kooperation sogar stärker ausgeprägt als bei größeren Mittelständlern.

Unternehmen investieren in Venture Capital

Immer mehr große und mittelständische Unternehmen kooperieren nicht nur mit Start-ups, sie stellen auch Finanzierungen bereit. Eine Beteiligung erfolgt in der Frühphase über eigene oder fremde Venture-Capital-Fonds. Das verwundert nicht. Denn Start-ups sind vermutlich die einzige erfolgversprechende Möglichkeit, um neue digitale Innovationen abseits des normalen Tagesgeschäfts zu entwickeln. Häufig ist in der Kernorganisation kein Platz und Verständnis für „Spinner“ mit neuen Ideen. Start-ups bieten einen kreativen Rahmen, um neue Ideen zu entwickeln und auszuprobieren, die dann bei einer Marktbewährung später in die bestehende Organisation integriert werden können.

2016 wurden nach einer Studie von Ernst & Young 32 neue Venture-Capital-Fonds angelegt, die insgesamt 6,2 Milliarden Dollar für Investitionen in deutsche Tech-Start-ups sammelten. Was die Frühfinanzierung angeht, haben Existenzgründer im Tech-Bereich folglich gute Möglichkeiten. Problematisch ist eher die Finanzierung von aufsteigenden Unternehmen in späteren Phasen. Bei Wachstumsfinanzierungen führen ausländische Investoren. Deutsche Unternehmen dominieren dann wieder, wenn Start-ups in einer späteren Entwicklungsphase aufgekauft werden. 97% der Käufer waren 2016 hierbei etablierte Unternehmen.

Wenn Sie bei Ihrer Neugründung einen Investor einbeziehen möchten oder für Ihre digitalen Innovationen und Wachstumsziele ein Technologie-Start-up suchen, sprechen Sie uns bitte an. In unserem Kundenkreis und Bankenverbund könnten sich passende Möglichkeiten ergeben.

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